Gold aus der Dose

Nicole Scheyerer | Kultur | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

KUNST Vor fünf Jahren waren die Schablonengraffiti des Briten Banksy noch für einen Pappenstiel zu haben. Dank Rekordpreisen auf Auktionen freuen sich heute ehemalige Punks über volle Geldbörsen.

An einem Sommerabend 2003 verwandelte sich die Kunsthalle Exnergasse in eine Verkaufsgalerie. Weniger Kunstliebhaber als Musikfans waren zur Finissage des Street-Artist Banksy gekommen, um eines seiner bissigen Schablonengraffiti zu erstehen. Drei Monate zuvor war die Platte "Think Tank" von Blur erschienen, deren Cover der 1975 geborene Brite gestaltet hatte. In Wien kosteten seine Graffiti und Drucke zwischen fünfzig und 500 Euro. Ein großes Banksy-Transparent war Tage zuvor schon aus dem Hof des WUK geklaut worden. Das besprühte Autowrack in der Schau wollte hingegen niemand, es landete nach Ausstellungsende auf dem Müll. Auch die direkt an die Wand gesprühten Bilder verschwanden unter weißer Dispersion - ein großer Fehler.

"Wir wurden schon gefragt, ob Restauratoren die Graffiti unter

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