Wir bauen eine neue Stadt

Kultur | Jan Tabor | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

URBANISMUS Eine Ausstellung im Wien Museum erzählt am Beispiel der Stadt Nagoya vom Werden der Hi-Tech-Nation Japan. Man sollte die Schau von ihrem Ende her angehen.

Wirklich spannend wird die Ausstellung erst ab 1873. Bis dahin erinnert die Schau "Nagoya. Das Werden der japanischen Großstadt" im Wien Museum an die vortrefflich bestückte Japanabteilung im Wiener Museum für angewandte Kunst mit Porzellanvasen, Lackarbeiten, Kimonos, Farbholzstichen und Samuraischwertern. Lauter auserlesene Kostbarkeiten haben die Kustoden des städtischen Museums in Nagoya nach Wien geschickt, gar kein Zweifel. Die Stadt Nagoya, 1610 gegründet, war eines der wichtigsten Verwaltungs- und Kulturzentren im alten Japan. Eine Art Garnisonstadt, in der unter anderen rund 50.000 Samurai samt Familien lebten, in den ebenfalls 1610 errichteten Häusern der streng geplanten Rasterstadt neben der Burg.

Am Anfang betritt man eine kunsthistorisch hervorragend ausgewählte, ansonsten aber konventionelle Schau. Jetzt


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