Ohren auf

Flöööööööööt

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

Außergewöhnliche Line-ups seien nichts Ungewöhnliches mehr, schreibt der Wiener Gitarrist Burkhard Stangl, und ebenso wenig seien es improvisierende Ensembles. Stimmt schon, auch und gerade in Wien, wo sich eine international beachtete Szene ungewöhnlich besetzter Improvisationsensembles etabliert hat - übrigens mit Stangl als einem ihrer zentralen Protagonisten.

Schön, dass diese Szene nach wie vor floriert und keine Nachwuchssorgen kennt; schade aber, dass ihre jeweiligen ungewöhnlichen Zusammensetzungen musikalisch kaum noch unterscheidbar sind. Jedenfalls zeitigt die vorherrschende Kombinationsschablone - klassische plus unkonventionelle plus elektronische Instrumente, gerne auch ein Turntable - vorwiegend verwechselbare Ergebnisse. Immerhin: Es gibt einen Trend! Weg von der zart gekratzten, elektronisch verfremdeten Gitarre, hin zur fein geblasenen, elektronisch verfremdeten Flöte.

Gleich auf vier Neuerscheinungen ist das zu hören. Etwa auf "25.11." (creativesourcesrec.com)

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