Buch der Stunde

Männerpflichten

Kultur | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

Der Titel ist irreführend: Den zwei renommierten Journalistinnen Sibylle Hamann und Eva Linsinger geht es in ihrem "Weißbuch Frauen, Schwarzbuch Männer" eben nicht um Schuldzuweisungen oder gar um die Behauptung, dass Frauen alles richtig und Männer alles falsch machen würden, sondern, wie der Untertitel verrät, darum: "Warum wir einen neuen Geschlechtervertrag brauchen". Die Begründung erfolgt umfassend, weshalb man bisweilen den Eindruck hat, dass hier nichts Neues erzählt wird - nichts, was Eva Hermanns "Eva-Prinzip" nicht schon in den zahlreichen Repliken in Buchform entgegengehalten worden ist: dass Frauen mittlerweile alle Anforderungen für eine Karriere mitbrächten, sie ihnen - bewusst oder unbewusst - von männlicher wie weiblicher Seite meist aber doch und auch deswegen verwehrt würde, weil das deutsche bzw. das österreichische Familienförderungssystem den Status quo einzementierten, Frankreich mit seiner pronatalistischen Bevölkerungspolitik und die skandinavischen


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