Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

Sweeney Todd Kaum jemand beherrscht das Kräfteverhältnis zwischen dem Fantastischen und dem Realen besser als Tim Burton. Die Extravaganz seiner Figuren, die Vorliebe für Masken und Schminke, die bizarren Horrorkomödien, die immer wieder ins Grausig-Absurde abdriften: Burton hat längst ein eigenes Universum errichtet, das sich selbst und seinem Publikum genügt, und in dem er gerade noch mal die Tonlage wechselt. In "Sweeney Todd" regiert Moll, und nicht nur deshalb, weil es sich hier um eine Adaption eines Musicals von Stephen Sondheim aus dem Jahr 1979 handelt. Ein Stück über wütende Rache, blinde Liebe und rasende Eifersucht: Der Barbier Sweeney Todd (Johnny Depp), glücklicher Ehemann und Vater, wird im viktorianischen London Opfer einer Intrige, als sich ein fieser Richter (Alan Rickman) in Sweeneys schöne Frau verschaut - und den armen Teufel in die Verbannung verurteilt. Was folgt, sind eine Rückkehr, ein Rasierstuhl und eine Rache, wie sie seit langem im Kino nicht mehr


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