Giftpraline

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

NACHGEFRAGT Wer kann dazu schon Nein sagen: Ein Markenexperte erklärt, wieso Mon Chéri der Giftanschlag mit Praline auf einen Bürgermeister in der Wachau nicht schaden wird.

Um Gottes willen!", ruft die Frau am anderen Ende der Leitung, wenn man ihr vorliest, mit welcher Schlagzeile zum Beispiel die Zeitung Österreich vom Mordanschlag auf einen Wachauer Bürgermeister am Titel berichtet: "Gift im Mon Chéri". Die Frau arbeitet in Deutschland für den Süßwarenkonzern Ferrero, der die rosa verpackte Schnapspraline herstellt. Viel mehr ist von ihr auch nicht zu erfahren. Dafür fragte der Falter einen Marketingspezialisten, wie sehr Negativschlagzeilen einer Marke schaden können.

Gereon Friederes berät mit seiner Firma Marketmind Unternehmen in Sachen Markenführung. Er glaubt nicht, dass die Berichterstattung der letzten Tage dem Image der Praline mit der Piemontkirsche etwas ausmacht. "Die Marke ist zu groß, um langfristig Schaden zu nehmen", sagt der Experte. Trotzdem ist er davon


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