Nach der Schlacht

Politik | Thomas Wolkinger | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

ANALYSE Warum Wahlkampfmanager und Kulturstadtrat Werner Miedl gehen musste, obwohl die Grazer ÖVP am 20. Jänner einen fulminanten Wahlsieg eingefahren hat.

Es war eine der längsten und intensivsten Wahlschlachten der jüngeren Stadtgeschichte. Dabei hätte eigentlich alles ganz schnell gehen sollen. Im Jänner 2007 hatte Bürgermeister Siegfried Nagl einen "Blitzwahlkampf" angekündigt. Nur zwölf Tage sollte gekämpft werden. Daraus wurde nichts. Schon im Herbst liefen die Werbemaschinen der Parteien mit Volldampf an. Für die ÖVP hat sich die millionenschwere Kampagne jedenfalls bezahlt gemacht: Entgegen allen Umfragen schaffte Nagl bei den Wahlen sensationelle 38,4 Prozent.

Einer hat vom Triumph gar nicht profitiert. Kulturstadtrat Werner Miedl, von Nagl zum Wahlkampfmanager bestellt, verlor vergangene Woche Amt und Würde, nachdem der Grazer, in dem die ÖVP zuvor monatelang mit teuren Druckstrecken geworben hatte, die "Wohnaffäre" des ÖVP-Stadtrates veröffentlicht hatte. Die


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