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Reizüberflutung de luxe

Maria Motter | Stadtleben | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

In Eltern- und-Kind-Foren wird seit Wochen spekuliert, wann sie aufsperrt - die Grazer Filiale der englischen Kosmetikkette Lush. Die macht vegetarische Seifen. Diesen Montag wurde eröffnet: im ausgebauten Shopping-Cluster Seiersberg vor der Stadt, zwischen Autobahn und Feldern. Schade. Bereits Meter vor dem Shop-Abteil kitzelt der Duft der großen Seifenblöcke die Nase, das hätte einem auch in der Schmiedgasse gut getan. Die Abgabe erfolgt bei Lush großteils in 100-Gramm-Portionen. Die Kunst des Seifenmachens hat hier Konditorqualitäten. Frische Früchte und Gemüse stecken in den handgemachten Produkten, belgische Schoko in den "Massagebars", die wie Naschriegel in der Hand zerschmelzen. Auf Konservierungsstoffe wird vielfach verzichtet. Seifensorten heißen so anregend wie "Honey I washed the kids" und "Oh La La" mit Lavendel und Rosmarin. Das Auge isst, pardon, wäscht mit. Wer die Schokoladengesichtsmaske "Cupcake" auflegt, sieht aus, als käme er aus einer Tortenschlacht. So

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