Gusenbauer, Putzhauer

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 09/08 vom 27.02.2008

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Der Bundeskanzler dankt als Moderator ab und macht eine Ansage. Wie wird sie ihm bekommen?

Er hat es getan. Und doch auch wieder nicht. Jetzt wissen sie nicht recht, was sie daraus machen sollen. Der Bundeskanzler hat letzten Sonntag in der Pressestunde des ORF aufgehört zu moderieren und auf den Putz gehaut. Der Moderator hat eine Ansage gemacht und sich damit von der Moderatorenrolle befreit. So paradox kann Politik sein. Man braucht nur etwas zu sagen, schon gilt man als Macher. Da staunten die Kommentatoren, die politischen Gegner hielten kurz die Luft an, und die Parteifreunde nahmen die Hand aus der Hosentasche, nachdem sich ihre dort seit längerem krampfhaft geballte Faust gelöst hatte.

Alfred Gusenbauer sagte, die veränderte ökonomische Lage, vor allem die gestiegene Inflation, erfordere es, die mit dem Koalitionspartner für 2010 vereinbarte Steuerreform bereits auf das Jahr 2009 vorzuziehen. Außerdem gebe er seiner Parlamentsfraktion grünes Licht


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