"Ich wollte immer Staatsmann werden"

Politik | Armin Thurnher, Katharina Krawagna-Pfeifer | aus FALTER 09/08 vom 27.02.2008

GESPRÄCH Was liest ein Bundeskanzler? Wie bildet er sich? Was geschah wirklich in der Sandkiste? Alfred Gusenbauer über römische Staatsmänner, französische Revolutionäre, eine Ybbser Bibliothekarin und den Nutzen des Frühaufstehens.

Letztes Frühjahr erzählte mir die Journalistin und ehemalige SPÖ-Kommunikationschefin Katharina Krawagna-Pfeifer, sie habe ein Interviewbuch mit Alfred Gusenbauer begonnen. Im Sommer erreichte mich die Nachricht, sie sei erkrankt, und der Czernin-Verlag bat mich, für sie einzuspringen. Sie hatte bereits einige Gespräche geführt, ich führte weitere und stellte das Buch fertig; am Ende, sie war wieder gesund, redigierten wir es gemeinsam. Es wurde mein zweites Gesprächsbuch mit einem Bundeskanzler, das erste hatte ich 1992 mit Franz Vranitzky gemacht.

Ein Interviewbuch ist reizvoll. Wann hat man als Journalist Gelegenheit, derart viele konzentrierte Gespräche mit dem Regierungschef zu führen, um auszuloten, wie er denkt, abseits vom Tagesgeschäft


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