Sympathy for the Devil


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 09/08 vom 27.02.2008

DEBATTE Das Böse hat wieder Saison. Ein Gespräch mit dem Philosophen Konrad Paul Liessmann über die Konjunktur der Nazis in der Kunst, über Opfer- und Täterperspektiven - und den "Tatort".

Dass das Böse boomt - und zwar nicht nur bei Jonathan Littell (siehe S. 22 f.) -, sieht man allein schon an dem Umstand, dass der Sammelband "Die Faszination des Bösen. Über die Abgründe des Menschlichen" restlos vergriffen ist. 1998 bei Zsolnay erschienen, versammelt er die Beiträge zum Philosophicum Lech, das im Jahr davor ins Leben gerufen worden war und seit damals von Konrad Paul Liessmann geleitet wird. Liessmann ist Professor für Philosophie an der Uni Wien und war "Wissenschaftler des Jahres" 2006. Seine im selben Jahr erschienene "Theorie der Unbildung" hält mittlerweile bei der 16. Auflage.

Falter: Seit wann ist das Böse eigentlich wieder en vogue?

Konrad Paul Liessmann: Es ist einerseits ein Dauerthema, andererseits war der Begriff des Bösen in der Tat eine Zeitlang aus der Mode:

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