Ohren auf

Thrill Jockey

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 09/08 vom 27.02.2008

Zwischen den Stühlen lebt es sich manchmal gar nicht so schlecht, wie das amerikanische Plattenlabel Thrill Jockey (Vertrieb: Trost) zeigt. Die zentralen stilistischen Säulen des renommierten Indies aus Chicago sind Postrock, Avantgardepop und Jazz, ein Ausflug in Richtung Weltmusik ist aber ebenso möglich wie Elektroniktüftelei oder ausgelassener Glampop. Das liest sich vielleicht ein bisschen anstrengend und beliebig, heißt praktisch aber nur, dass man von Thrill-Jockey-Platten bei durchwegs hoher Qualität vorab nie wirklich weiß, wie sie klingen werden. Die Katalognummer 001 des Labels trägt übrigens "Perseverance" von H.P. Zinker, durch Radian gibt es eine weitere Österreich-Connection - seit Jahren erscheinen die Platten des Wiener Trios sowie diverse assoziierte Projekte weltweit über Thrill Jockey, zuletzt etwa Stefan Némeths Soloarbeit "Film" (der Falter berichtete).

Kurz vor Jahreswechsel feierte das 1992 gegründete Label sein 15-jähriges Bestehen und seine zweihundertste


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