Tagebuch eines Hausmeisters

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 09/08 vom 27.02.2008

FILM Mit "Michael Clayton" gibt der Drehbuchautor Tony Gilroy sein selbstsicheres Regiedebüt: in einem versierten, aber berechnenden Wirtschaftskrimi.

Filme mit einzigartigen Momenten haben oft ein Problem. Diese verdichteten Augenblicke müssen nämlich immer sogenannte starke Bilder sein, mit der Aufgabe der Offenbarung. Auch "Michael Clayton" zeigt gleich zu Beginn ein derartiges Bild: Clayton (George Clooney), Spezialist für besondere Aufträge bei einer New Yorker Anwaltskanzlei, steigt im Morgengrauen aus seinem Auto, als er auf einer Anhöhe drei Pferde erblickt. Es ist bitterkalt, die aufgehende Sonne färbt den Himmel rot, und Clayton stapft im Anzug den Hügel hinauf, um den Tieren in die Augen zu blicken. Die spürbare Bedeutung dieses Schauspiels ist beinahe unangenehm, und dass im nächsten Moment eine Autobombe den zurückgelassenen Wagen zerfetzt, komplettiert eher die Szene, als dass man überrascht wäre.

Hier soll ganz deutlich ein Wendepunkt erreicht sein, und wenn Clayton


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