Nüchtern betrachtet

Dr. Cox kauft Chorizo

Kultur | aus FALTER 09/08 vom 27.02.2008

Es gehört durchaus nicht zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen, an Orgien teilzunehmen oder werktags gegen 17 Uhr mit der Linie 18 vom Süd- zum Westbahnhof oder auch in die entgegengesetzte Richtung zu fahren, aber im Unterschied zu jenen heroischen Distanzhaltern, die sich am wohlsten fühlen, wenn sie gegen den Rest der Welt stehen, habe ich nichts dagegen, hin und wieder Teil einer größeren Schnittmenge zu sein. Da steh ich dann auch zu, wie meine deutschen Freunde sagen. Würde irgendjemand vor den Augen und Ohren seiner Peergroup cool dastehen wollen, indem er mit spitzem Finger auf mich wiese und behauptete, ich würde die frühen Genesis okay finden und meinen Gästen Chili con Carne servieren, ich würde es ihm milde lächelnd bestätigen: "Außerdem habe ich Hämorrhoiden und meide Nacktbadestrände." Manchmal finde ich es sogar richtig gut, wenn sich alle auf etwas einigen können: Bob Dylan, die Simpsons, Feuerwerke, Pandabären, Digitalkameras, Schokotorten, Nasenbohren


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