Schlürfen, saugen, spucken

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 09/08 vom 27.02.2008

NEUES LOKAL Nein, in China isst man nicht nur mit Stäbchen, man isst auch mit den Fingern. Sagt man zumindest den Hilflosen im neuen "Liounge".

Das Authentische ist ja derzeit ziemlich angesagt, zumindest, wenn es sich um asiatisches Authentisches handelt. Gut so, denn man soll sich ja auch beim Essen und Trinken entwickeln, Ursprünge erkennen und erforschen, Grenzen überwinden und Horizonte erweitern. Denn irgendwie ist man ja wirklich, was man isst, und wer sein Lebtag über Leberknödelsuppe und Schnitzi nicht hinauskommt, dem könnte es vielleicht auch in anderer Hinsicht an Gesamtheit fehlen. Gemeines Postulat, unhaltbar, weiß eh.

Das Liu in der unteren Gumpendorfer Straße war für solche, die Weltoffenheit und Kosmopolitentum ganz dringend unter Beweis stellen wollten, stets eine gute Adresse: schwieriges, komisches Essen in einer Atmosphäre, derentwegen man nicht wirklich einen großen Umweg machte, besucht hauptsächlich und gerne von Chinesen - Bingo! Hinsichtlich der Atmosphäre


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige