Europäische Hochschulreform

Bolognese für alle

Extra | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

Die Hochschulen der Europäischen Union sollen gleicher werden. Das ist umstritten. Ein Blick auf den Prozess von Bologna

Text von michael riedmüller

Bologna ist schön, Bologna ist warm. Bei den Italienern hat sich die Stadt nicht nur einen Namen gemacht, sondern gleich drei: "La grassa" (die Fette), "La rossa" (die Rote) und "La dotta" (die Gelehrte). Weil man hier viel und fettig isst, die Häuser mit roten Ziegeln überdacht sind und die Uni seit Jahrhunderten weltberühmt ist. Nun soll ein vierter dazu kommen: "La dubbiosa", die Zweifelhafte.

In der Hauptstadt der Provinz Emilia-Romagna ist es passiert. 1999 beschloss die Europäische Union dort eine Reform ihrer Hochschulen - den so genannten Bologna-Prozess. Ein Prozess, der bis heute nicht so richtig funktionieren will. Ein Prozess, dessen Sinn von einigen Experten angezweifelt wird. Das ursprüngliche Ziel: die Verwirklichung eines gemeinsamen Hochschulraumes bis zum Jahr 2010. Der Weg: untereinander vergleichbare Abschlüsse in

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