Besser als sein Ruf

Extra | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

Die Angst vor dem Bologna-Prozess geht um: Europas Hochschulen würden gleicher, fader und von der Wirtschaft bestimmt. Stimmt nicht, sagen die Wiener Bologna-Beauftragten Ilse Schrittesser und David Baldinger

durst: Vor neun Jahren hat die Europäische Union beschlossen, dass ihre Unis gleicher werden sollen. So richtig hat das bisher nicht hingehauen. Ist der Bologna-Prozess ins Stocken geraten?

Ilse Schrittesser: Die Umsetzung schreitet zwar in allen Ländern voran, die Vereinheitlichung ist aber in der Tat brüchig geworden. Der Prozess hätte stärker gesteuert werden müssen. Davor ist man an den Universitäten zurückgeschreckt. Die Universitätslandschaft hat den Prozess einfach für sich interpretiert.

David Baldinger: Die Frage ist falsch gestellt, da es eben nicht um Vereinheitlichung, sondern um Vergleichbarkeit von Strukturen und Instrumenten geht. Die ist jetzt gegeben. Die undifferenzierte Kritik, dass es nur um Gleichmacherei gehe, ist unberechtigt. Die nationalen Bildungssysteme


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