634 Jahre Männerherrschaft sind genug

Extra | Stefanie Platzgummer | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

An Österreichs Hochschulen studieren mehr Frauen als Männer. Doch je höher man die Karriereleiter hinaufsteigt, umso kleiner wird der Frauenanteil

Es ist noch gar nicht so lange her, da saßen Mädchen mit knielangen Wollstrümpfen und Faltenröcken in Vorlesungen, die ausschließlich von Männern gehalten wurden. "Das war damals halt so", erinnert sich Helga Kubacsek. Die 77-jährige USI-Trainerin studierte in den 50er-Jahren Biologie und Sport an der Uni Wien. "Nur beim Sportunterricht gab es damals schon Frauen", sagt sie. "Schließlich durften wir Mädchen nur von weiblichen Wesen unterrichtet werden." Die Sportkurse der 50er- und frühen 60er-Jahre wurden strikt nach Geschlechtern getrennt. Die Burschen turnten mit Burschen, die Mädchen mit Mädchen. Das wollte Kubacsek später als Kursleiterin nicht mehr akzeptieren. "Wegen mir gab es schließlich die erste Senatssitzung zu diesem Thema. Danach durfte ich gemischte Kurse geben."

Seitdem hat sich vieles verändert. Heute studieren


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