Baukultur

Typisch!

Kultur | Albert Kirchengast und Thomas Wolkinger | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

Das Doppelhaus ist so eine Sache: Per Definition sind das ja zwei Häuser auf zwei benachbarten Grundstücken, die so aussehen wie eines. Einfach weil sie an der Grundstücksgrenze zusammengewachsen sind. Das spart auch Heizkosten. Ansonsten wird in den Fotografien von Andreas Machanek bei der Ausstellungspremiere im jüngst ins Thinnfeld übersiedelten Haus der Architektur deutlich: Der Mensch baut die feinen Unterschiede. Das muss bei "Doppelhaushälften" (bis 13.4.) schon deshalb so sein, weil man sich vom Nachbarn unterscheiden will. Die Straßenansichten der netten Kölner Häuschenschemahäuschen von 1932 machen den Betrachter Staunen ob der stupenden Vielfalt an Farben, Materialien, Fenstersprossungen am immer gleichen Typus. Mitunter scheinen sogar die Gänseblümchen am schmalen Streifen Vorgartengrün unterschiedlich dosiert. Das oberflächliche Basteln an der Differenz rührt allerdings aus dem ursprünglich monotonen Siedlungstypus für Erwerbslose der Rezession. So klingt aus


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