Im Kulturexil

Kultur | Marianne Eberl | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

LITERATUR Ein Gruppe junger Autoren hat sich in Salzburg zur Literaturplattform Poetro gesammelt, die Stadt verlassen und ein Buch herausgegeben.

Als im Sommer 2006 während der Salzburger Festspiele ein hauswandgroßes Transparent mit der Aufschrift "TL" vom Mönchsberg herabgehängt wurde, war weder klar, wer für das minimalistische literarische Statement verantwortlich war, noch, was damit bezweckt wurde. War es eine Kunstaktion? Ein Protest gegen die Hochkultur? Tatsächlich wollte damals eine Gruppe Salzburger Maturanten auf eine geplante Hausbesetzung hinweisen. "TL" - das stand für ein Gebäude der Firma "Tobaccoland", das Ziel der Besetzung. Im "Tobaccoland" und in einem Salzburger Jugendzentrum begannen einige der Hausbesetzer zu dieser Zeit auch damit, Lesungen zu veranstalten. Weil sie unzufrieden mit dem subkulturellen Angebot der Stadt waren. Daraus entstand der Wunsch, selbst initiativ zu werden und anzubieten, was es eben gar nicht gab, nach Meinung der Aktivisten aber geben


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