Schwachherzig

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

NIEDERÖSTERREICH Nationalratswahlen gewinnen die Genossen hier immer wieder. Doch bei der Landtagswahl in Erwin Prölls schwarzem Reich drohen der SPÖ jetzt herbe Verluste. Was Niederösterreichs Rote zur ewigen Nummer zwei macht.

Herz hat die Chefin, keine Frage, auch wenn das Wetter noch so grauslich ist und das Bier in der Früh noch so schal schmeckt. Heidemaria Onodi kommt und bringt ein dickes Herz mit. Auf ihrem Bus, mit dem sie durch Niederösterreichs Wahlkampf tingelt, auf den Foldern und Kulis, die ihr Tross verteilt, auf dem Dach des kleinen Bierzelts am sauberen Wilhelmsburger Hauptplatz, überall pocht einem das rote Ding entgegen. Onodi, fünfzig, unprätentiös, blonde Fönfrisur, Typ verständnisvolle Volksschullehrerin, hat wenig mit der Barolo-Partie aus Wien zu tun. Die SPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreterin mischt sich locker unter die überschaubare Gruppe wackerer roter Wilhelmsburger, die trotz Sturmwarnung gekommen sind. "Wir sind ja Härteres gewohnt", sagt Onodi,


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