Ausleuchtung der Grauzone

Politik | Florian Klenk und Barbara Tóth | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

AFFÄRE Interventionen, Einschüchterungen, Verrat: Im U-Ausschuss geht es nicht nur um parteipolitisches Hickhack, sondern um das Vertrauen in rechtsstaatliche Institutionen.

Sein Name war bis jetzt nur Feinspitzen ein Begriff. Am Montag diese Woche, am Rande der Sondersitzung des Parlaments, genoss der freiheitliche Abgeordnete Peter Fichtenbauer endlich etwas Ruhm. TV-Kameras umkreisten ihn, Journalisten zogen ihn zum vertraulichen Gespräch in die Nischen der Couloirs. Fichtenbauer ist jetzt der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, der sich mit der "Vertuschung von Polizeiaffären und Missbrauch der politischen Macht" auseinandersetzen soll. Der Mann, der Damen gern mit Handkuss begrüßt, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Wie schon zu Beginn der Koalition im Eurofighter- und Banken-U-Ausschuss werden alte Aversionen aufgearbeitet. Ein weiteres Mal stellt sich die Koalition in die Arena, um mit sich selbst zu kämpfen: Hier, wo Vorgeladene unter Wahrheitspflicht aussagen müssen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige