Die Zukunft der Zeitung

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

PRINT Der "Standard" modernisiert sich in kleinen Schritten, die "Presse" wird zum täglichen Magazin. Wie aktuell muss eine Tageszeitung sein?

Wer beim Standard arbeitet, kann ein Wort aus seinem Sprachgebrauch streichen: Relaunch. Oscar Bronner hört diesen Begriff gar nicht gerne. "Das ist eine Belästigung für die Leser", sagt der 65-jährige Herausgeber. So kommt es, dass das linksliberale Blatt seit Monaten an seiner Aufmachung feilt - mal fällt eine Linie weg, dann schaut der Meldungskasten anders aus, kurz darauf gibt es plötzlich nur mehr fünf statt sechs Spalten. "Das dient zur Beruhigung der Seite", verrät Art-Director Stefan Fuhrer. Sein größter Eingriff war die Neugestaltung der Wochenendbeilage "Album". Wenn Zeitungen nicht gezielt überarbeitet werden, schauen sie aus wie ein verwildeter Garten. Kraut und Rüben eben. Stefan Fuhrer hat nun den Auftrag, den Standard langsam wieder zurechtzustutzen. Es ist eine Modernisierung im Schneckentempo. Klingt fad - viele Medienforscher


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige