Kommt die Flugblattsteuer?

Medien | Wolfgang Zwander | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

WERBUNG Oft versprach das Finanzministerium ein Ende der Werbeabgabe - bisher waren das bloße Lippenbekenntnisse. Ist es diesmal mehr?

Es ist wieder so weit: Mitte Februar ließ das Finanzministerium durchsickern, dass mit einem baldigen Ende der Werbeabgabe zu rechnen sei. Als Ersatz plane es die Einführung einer Steuer auf "unadressiert versandte Werbung", berichtete die Wochenzeitung Horizont, ein Branchenblatt für Marketing, Medien und Werbung. Gedacht sei an eine Besteuerung in der Höhe von mindestens 0,2 Cent pro Din-A4-Seite auf alle Flugblätter, Prospekte und Zeitungsbeilagen.

Wer in Österreich Werbung schaltet, muss nicht nur zwanzig Prozent Umsatzsteuer zahlen, sondern auch fünf Prozent Werbeabgabe, ein europäisches Unikum und ein Relikt aus der Weltwirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit. Die heimische Wirtschaft argumentiert schon lange, dass dies ein Wettbewerbsnachteil sei, und drängt das Finanzministerium, auf dieses Geld zu verzichten. Bisher ohne Erfolg: Vor allem


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