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Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

FOTOGRAFIE Eine von Hans Petschar herausgegebene Fotodokumentation zeigt den "Anschluss" im März 1938 als gigantisches Medienspektakel, das bis heute die Wahrnehmung dieser Tage bestimmt.

Jubelnde Menschenmassen am Heldenplatz, vor Freude strahlende Jugendliche in Großaufnahme, Hakenkreuzfahnen an Rathaus und Staatsoper: Der "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland wird mit den stets gleichen Bildern illustriert. "Man kann heute kein Bild verkaufen, auf dem kein Hakenkreuz drauf ist", sagt Hans Petschar, der Direktor des Bildarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek. Die Anfragen an sein Archiv belegen, dass Journalisten ihre Geschichte immer mit den gleichen fünf, sechs Bildern illustrieren. "Und das sind Fotos der Goebbels-Propaganda."

Der Historiker hat nun eine umfangreiche Auswahl aus den Beständen der Nationalbibliothek publiziert und den Entstehungszusammenhang der Fotos dokumentiert. Der lässt sich etwa anhand der Texte der Fotoagenturen und persönlicher

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