Filmarchiv

Gedenken an allen Fronten

Kultur | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

Das Programmangebot des Filmarchivs Austria zum Jahrestag des nationalsozialistischen "Anschlusses" ist vor allem einmal: umfangreich. Die ersten beiden Blöcke des Märzprogramms widmen sich der nationalsozialistischen Kinopolitik direkt nach dem "Anschluss": Neben umfangreichen Beständen der offiziellen "Ostmark-Wochenschauen", die von März bis August 1938 in österreichischen Kinos liefen, werden unter dem Titel "Kinoschock" nationalsozialistische Propagandafilme präsentiert, die ihre Wien-Premiere kurz nach dem "Anschluss" nachholten.

Der größte Programmabschnitt steckt ab 12. März bis Monatsende die politische "Kampfzone Kino" im Österreich der Zwischenkriegszeit ab: Die Auswahl reicht von ideologischen Streit- und Schlüsselwerken ("Panzerkreuzer Potemkin", "Hitlerjunge Quex") bis zu pikanten Sittenfilmen ("Die Rothausgasse"). Thematisch ähnlich breit angelegt - vom Ständestaat zum NS-Filmschaffen - ist auch das Symposium "Zeit Zone 38", das am 11. und 12. März im Metro-Kino stattfindet.

Information: www.filmarchiv.at


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