Beisl, Beirut, Budapest


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

NEUES LOKAL Seit ein paar Monaten gibt's in jenem Lokal, das zwischenzeitlich das wunderbare Beirut war, wieder ungarisch zu essen.

Über ungarische Küche weiß ja jeder Wiener was zu sagen, und sei es "Gulyas". Was bei ungebremster Assoziation allerdings zutage tritt, hat meistens mit "flammendem Zigeunerspieß" und "flammendem Hirtenspieß nach Zigeunerart" zu tun, vermittelt also den Eindruck, dass ungarische Küche irgendwie als ein bisschen gestrig erachtet wird. Einerseits, denn andererseits ist der Speisewagen in den Zügen, die aus Budapest kommen, nachgerade Kult und das Szekelygulasch dort oftmals der kulinarische Höhepunkt einer Reise in den österreichischen Westen.

Wie auch immer: In Wiens Gastronomie spielt die ungarische Küche quasi keine Rolle. Dass sich das im Lokal namens Papp's Beisl anders verhielt, war aufgrund des Namens allerdings nicht so leicht ersichtlich, weiß Ernö Papp mittlerweile, weshalb er sein kleines Lokal nun unmissverständlich in Papp's ungarisches

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