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Joi Mama!

Stadtleben | aus FALTER 10/08 vom 05.03.2008

Sollte man gar nicht für möglich halten, dass es in Wien ungefähr 678 panasiatische Restaurants gibt, aber nur ein paar, in denen man ungarische Küche kocht. Nach Paprika, Schmalz, Kraut, Rahm und Topfen scheint den Wienern nicht so sehr der Sinn zu stehen, oder sie geben sich das eh beim Badetrip am Balaton.

Kardos, 1., Dominikanerbastei 8, Tel. 512 69 49, Mo-Sa 11.30-14.30, 18-23 Uhr, www.restaurantkardos.at

Der Hungaroklassiker, in den Siebzigern gegründet und seinen damaligen Qualitäten - Aufrechterhaltung der k.u.k. Monarchie auf kulinarischem Sektor - treu geblieben. Gulaschkarte mit zehn Varianten, ungarische Spezialitäten, allerdings auch Balkan-Grillplatte.

Ilona Stüberl, 1., Bräunerstraße 2, Tel. 533 90 29, Di-So 11-23 Uhr, www.ilonastueberl.at

Winziges ungarisches Beisl in Graben-Nähe, das sich seit den späten Fünfzigerjahren kaum wesentlich verändert hat. Nicht optisch und nicht bei den Speisen: Gulasch, Paprikahuhn, Krautroulade und Reisfleisch. Irgendwie schon wieder super.

Ungarischer Speisewagen, tägl. 16.08 und 21.05 Uhr ab Wien-West in Richtung Salzburg.

Es soll Leute geben, die ihre Zugverbindung nach dem ungarischen Speisewagen auswählen. Und auch wenn das neue Design ans alte nicht herankommt, Szekelygulasch, Chefsalat und Paprikahuhn sind einfach grandios. Das Bier kommt aus Pilsen.

WEIN - Somontano ist ein bisschen das, was Chile vor zehn Jahren war: jede Menge günstige, moderne Weine mit spanischen Namen und hohem Cabernet- und Merlotanteil. Wobei man dem Olvena aus der Provinz im Norden Aragons keinesfalls Beliebigkeit vorwerfen kann: Zur pikanten Rotfrucht kommt durchaus Würze und vor allem ordentlich Tanninstruktur. Passt zu jedem Brat- oder Grillfleisch.

Preis: E 6,43; Bewertung: 3/5 (gut), bei Alpe Adria, 1., Am Hof 11.


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