Am Rande des Schweigens

Extra | Nicole Streitler | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

ERZÄHLUNGEN Mit "Hanna und ich" bestätigt Andrea Winkler ihren Ruf als eine der konsequentesten und spannendsten jungen Autorinnen des Landes.

Von Heimito von Doderer stammt das Diktum, dass ein Text umso mehr ein Werk der Erzählkunst sei, je weniger man durch eine Inhaltsangabe eine Vorstellung von ihm zu geben vermag. Auf die großen Romane Doderers trifft dies insofern zu, als sie jeglichen Versuch inhaltlicher Zusammenfassung durch ihren Handlungs- und Figurenreichtum sowie ihren sprachlichen Wildwuchs unterlaufen.

Auf gänzlich andere Weise, aber um nichts weniger sperrig verhalten sich einem solchen Unterfangen gegenüber die Texte der 1972 im oberösterreichischen Freistadt geborenen Autorin Andrea Winkler. Auf Winklers Debüt von 2006, dem Erzählband "Arme Närrchen", folgt nun "Hanna und ich", und wie schon für ihren Erstling ist auch für Winklers jüngstes Buch zu befürchten, dass dessen poetische Subtilität von den Blockbustern männlicher Selbstgewissheitsliteratur hinweggefegt


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