Die Asche meines Vaters

Sebastian Fasthuber | Extra | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

BULGARIEN Alek Popovs "Die Hunde fliegen tief" ist eine Satire über den Kampf zwischen Kommunismus und Kapitalismus. Der "Falter" traf den Autor zum Gespräch.

Ich kann nicht glauben, dass sich mein Vater in der schwarzen Plastikschachtel befinden soll, die uns soeben vom Zollamt zugestellt worden ist. Es kann nicht sein. Die Schachtel steht auf dem Tisch im Wohnzimmer und die Blicke aller ruhen auf ihr. Tiefe Erschütterung! Ich weiß nicht genau, was sie erwartet haben. Es ist eine Schachtel wie jede andere, eine Verpackung. Ich hebe sie an, sie ist richtig schwer. An einer Ecke rieselt ein wenig schwarzer Staub heraus."

Die Geschichte, die Alek Popov in "Die Hunde fliegen tief" erzählt, beruht auf einer wahren Begebenheit. "Mein Vater ist plötzlich verstorben, als er in den USA an der University of Philadelphia Mathematik unterrichtete", erzählt der bulgarische Bestsellerautor im Falter-Interview. "Wir haben seine Asche damals tatsächlich in einer schwarzen Schachtel nach Bulgarien

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