Mein Mann heißt Zumsteg

Extra | Daniela Strigl | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

SITCOM Mit ihrem Romandebüt "Ohren haben keine Lider" gelingt Monique Schwitter eine vergnügliche Synthese von Unschuld und Ironie, Tragik und Happy End.

Das ist vielleicht keine übermäßig originelle Versuchsanordnung für einen Roman: eine Hausgemeinschaft im Zürich des Jahres 1994, ein junges Paar, beide zwanzig, eine ältliche Lehrerin, eine Studenten-WG, ein Cello spielender Amerikaner, eine Schneckenhäuser malende, kinderlose Kinderärztin, eine ätherische Blumenfreundin und ihr kotzengrober Liebhaber. Und doch hat Monique Schwitter, 1972 in Zürich geboren, daraus eines der originellsten und pfiffigsten Bücher der letzten Jahre gemacht.

Da sind also die Ich-Erzählerin und ihr Freund, der intensiv damit beschäftigt ist, "eine lange Weile lang nichts zu tun". Er versteht sich als "Prosaist" und "Biograf", macht sich aber keine Notizen, weil des Spießers "Verlustängste" ihm fremd sind. Und da ist der ruppige Motorrad- und Thrash-Metal-Freak Gerd, mit dem er öfter ein Bier


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