"Meine Freunde sind Betrüger"

Extra | Jörg Magenau | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

GESPRÄCH In seinem Roman "Nachrichten an alle" macht Michael Kumpfmüller einen Innenminister zum Protagonisten, ohne ihn als finsteren Machtpolitiker zu entlarven. Mit dem "Falter" spricht er über Politik im postideologischen Zeitalter und bigotte Anforderungen an den Staat.

Michael Kumpfmüller, 1961 in München geboren, begann seine Karriere als Schriftsteller relativ spät, dafür aber mit einigem Aufsehen: 2000 erschien sein Debüt "Hampels Fluchten" über das Schicksal eines in die DDR zurückgekehrten Bettenhändlers zunächst als Vorabdruck in der FAZ und wurde nach Erscheinen des Buchs als deutsch-deutscher Roman heftig diskutiert. Drei Jahre später folgte "Durst", der sich im Duktus und im Ton vom Debüt stark unterschied: Er schildert peinigend genau und unsentimental, wie eine junge, von Drogen und ihrem Liebhaber abhängige Mutter zwei ihrer drei Kinder zu Tode vernachlässigt. Nun hat er sich fünf Jahre Zeit gelassen, um wiederum einen Roman zu schreiben, der für kontroverse


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