Der, die, das Kino

Extra | Maya Mckechneay | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

FILM Zwei Wiener Filmtheoretiker untersuchen die Geschlechterinszenierung im Kino, Andrea Braidt anhand von Strukturen auf Basis des aktuellen Forschungsstands, Hans Scheugl durch die inhaltliche Analyse von über tausend US-amerikanischen Filmen.

Eine Zeit, in der die betont androgyne Tilda Swinton auf der Berlinale als Superstar empfangen wird, ist an sich schon mal spannend. Cate Blanchett triumphiert als Bob Dylan, Felicity Huffman spielt einen zur Frau gewordenen Mann, und die Filme, in denen all das stattfindet, "I'm not there" oder "Transamerica", verbleiben nicht länger im Off-off-Kino, sondern werden sogar von der traditionell konservativen Oscar-Academy mit einer Verbeugung bedacht. Ein guter Zeitpunkt, sollte man meinen, das Männer- und Frauenbild im Kino zu beleuchten.

Zwei Wiener Filmtheoretiker tun genau das: Andrea Braidt und Hans Scheugl untersuchen in ihren Veröffentlichungen filmische Geschlechterinszenierungen. Die Methoden, derer sie sich dabei bedienen, sind allerdings


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