Alzheimers Zweifel

Extra | Stefan Löffler | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

MEDIZINGESCHICHTE Ohne falsche Ehrfurcht erzählt Douwe Draaisma von Menschen, die bekannten Krankheiten ihre Namen liehen.

Zwischen zwei Impfungen gegen Tropenkrankheiten, die ich mir auf einem Zwischenstopp in Abu Dhabi verpassen ließ - übrigens um ein Viertel des hiesigen Preises -, wurde ich vom Arzt, einem Inder, auf meinen Familiennamen angesprochen: Ich würde doch sicher das Löffler-Syndrom kennen, eine Form der Lungenentzündung. Bedaure, musste ich antworten, nie gehört. Wie ich mittlerweile dank der Website www.whonamedit.com weiß, gibt es mehr als 8000 nach Medizinern benannte Krankheiten. Die meisten Eponyme, also Gattungsbezeichnungen, die auf einen Personennamen zurückgehen, wurden im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert vergeben. Viele dieser Namen sind nicht mehr üblich und durch die von der Fachwelt heute bevorzugten beschreibenden Bezeichnungen oder deren Abkürzungen wie Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), früher als Charcot-Krankheit bekannt, ersetzt worden.


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