Erfahrungshunger ist der beste Koch

Extra | Armin Thurnher | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

KOCHGESCHICHTEN Bill Buford, Literaturkritiker beim legendären "New Yorker", schmiss seinen Job, um sich vom Küchensklaven zum Sous-Chef hinaufzukochen und dann weiterzuziehen gen Frankreich. Ein Erlebnisbericht.

Amis sind anders. Amerikanische Literaturredakteure zum Beispiel. Amerikanische Journalisten sowieso, die haben den New Journalism erfunden, eine Art Mischung aus teilnehmender Beobachtung und geschriebenem stream of consciousness, die Verbindung zweier avantgardistischer Verfahren also. Was sie von ihren europäischen Nachahmern unterscheidet, sind der Gusto, mit dem sie ihre eigene Person ins Getümmel werfen, und die neugierige Insistenz, mit der sie Fragen klären, die sie sich und uns gestellt haben.

Bill Buford ist so ein Fall. Er war Literaturredakteur beim New Yorker, als ihn, einen mäßig erfolgreichen Hobbykoch, die Eingebung überkam, er müsse die Geheimnisse eines Spitzenrestaurants erkunden. Vor der Erkundung kam die Kündigung, Buford gab seinen Job als Redakteur


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