Der Speck ist weg


Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

GRÜNE Die Ökopartei hat bei den Landtagswahlen sogar in ihren Hochburgen rund um Wien versagt. Das liegt nicht nur an Madeleine Petrovic.

Dort, wo die Wiesen saftig ergrünen, die Schnellbahn im Viertelstundentakt abfährt, der Bioladen mit dem Ab-Hof-Verkauf konkurriert und solarbeheizte Fertigteilhäuser aus dem Boden schießen, dort fühlen sich die Grünen zuhause. Zumindest war das bis zum vergangenen Sonntag so.

Da wandten sich die Wähler im grünaffinen Speckgürtel, von Pressbaum bis Klosterneuburg, von den Grünen ab. Bei der Landtagswahl in Niederösterreich verlor die grüne Spitzenkandidatin Madeleine Petrovic nicht nur in abgelegenen Bauerndörfern. Die Grünen scheiterten auch dort, wo urbane Jungfamilien der Stadt entfliehen und sich ihren Traum vom Landleben mit S-Bahn-Station erfüllen. Dabei waren die Funktionäre um ihr Leiberl gerannt. Sie waren hochmotiviert, die Parteispitze mit Alexander Van der Bellen und Eva Glawischnig unterstützte ihre Partei vor Ort, und Petrovic

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