Kommentar

Buchmesse: Frankfurt - Leipzig - Wien?

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

Was die Filmfestivals für die Filmbranche, das sind die Buchmessen für den Literaturbetrieb. Die wichtigsten im deutschsprachigen Raum sind Frankfurt (im Herbst) und Leipzig (die diese Woche eröffnet wird). Die Rhythmen des Buchmarktes mit seinen halbjährlichen Programmen richten sich nach ihnen aus. Seit kurzem helfen auch zwei prominente Preise, die Aufmerksamkeit der literatur- und buchinteressierten Öffentlichkeit zu fokussieren. Die Long- und Shortlistnominierungen beim Deutschen Buchpreis waren im letzten Herbst von hohem diskursivem Aufwand begleitet und heftig umstritten: Es gewann schließlich - zur Empörung nicht weniger - Julia Francks Roman "Die Mittagsfrau". Der heurige Preis der Leipziger Buchmesse konnte bislang nicht für so viel Aufregung sorgen - hierzulande wohl schon deswegen nicht, weil keine Österreicher nominiert sind; eine "Schlappe", über die allenfalls der Umstand ein wenig hinwegtröstet, dass mit Sherko Fatah immerhin ein Autor nominiert wurde, dessen


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