Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

Ein konzeptueller Pflock

Vier in weiße Fechtblusen und Dreiviertelhosen gekleidete Frauen treten in den Luftzug eines Ventilators wie ein Postskriptum zu Georges Didi-Hubermans brillanter Dekomposition der "Ninfa Moderna". (…) Und wer Freude daran hat, kann diese Arbeit in Bezug zu Jennifer Laceys ikonischem Stück "This is an epic" (2003), in dem die Windmaschine eine wesentliche Rahmenfunktion einnimmt, lesen. Der daraus entstehende Spin wirbelt beide Stücke an gegengerichtete Pole ein und desselben Tanzes. Lacey erzählt eine lakonische Geschichte, und Juren schichtet Lakonismus auf die Bühne: in Form einer unheimlichen kinetischen Skulptur, feminin verführerisch und mit eiskaltem Timing, die - in Anspielung auf Chris Haring - in einem "Posing Project" mündet, das dem alten, nymphensaugenden Monte-Verità-Tanzvampir Rudolf von Laban sozusagen einen konzeptuellen Pflock in die pathosgeschwellte Brust treibt.

Der Standard berichtet aus dem Tanzquartier.

Die Macht des Schicksals

Das Schicksal will es, dass in der nämlichen Woche, in der von Giuseppe di Stefano Abschied zu nehmen ist, Rolando Villazón in den operalen Vollbetrieb zurückkehrt. Gleich als ich Villazón zum ersten Mal hörte, erschien er mir ja als eine Art zweite Chance der Welt auf di Stefano, der sich vor 40 Jahren ans frühe Ende gesungen hatte.

News-Opernführer Heinz Sichrovsky spielt Schicksal.

Stolperbein

Ihr habt es Anfang der 90er wieder mit einem gemeinsamen Standbein versucht. Warum seid ihr gestolpert?

Wir wollten beidbeinig dastehen.

Aus einem Interview mit Sepp Krassnitzer, der zweiten Hälfte von Waterloo & Robinson, in Live.

Hüttenzauber

Hinter mir haben 45 Hütten ihre Zelte aufgeschlagen.

"Wien heute" über den Ostermarkt in Schönbrunn.


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