Rauben und Glauben


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

RESTITUTION Ein neues Rechtsgutachten zieht die Provenienz weiterer Werke des Leopold Museum in Zweifel. Neben Bildern von Schiele und Egger-Lienz wackeln nun auch drei Bilder von Anton Romako.

Vor zwei Wochen forderte Ariel Muzicant, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), dass das Leopold Museum bis auf weiteres geschlossen werden möge. Zu viele Bilder der derzeit laufenden Ausstellungen über den Tiroler Maler Albin Egger-Lienz seien von zweifelhafter Provenienz, darunter auch das Gemälde "Waldinneres" aus der Sammlung selbst. Auch andere Bilder, etwa das in New York beschlagnahmte Bild "Wally" von Egon Schiele, müssten an die Eigentümer zurückgegeben werden, wenn das Kunstrückgabegesetz auch auf das als Privatstiftung gegründete Leopold Museum angewandt würde.

Die IKG verlangt, dass Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) das Rückgabegesetz überarbeitet. Sie stützt sich dabei auf ein Gutachten des Verfassungsrechtlers Walter Berka, der prüfte, ob verfassungsrechtliche

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