Ganz in Schwarz

Stadtleben | Joseph Gepp und Christoph Heshmatpour | aus FALTER 11/08 vom 12.03.2008

FUSSBALL Die österreichische Schiedsrichterei kämpft mit einem massiven Imageproblem. Jetzt soll eine breitangelegte ÖFB-Kampagne die Rolle des ungeliebten Unparteiischen aufwerten.

Man nennt sie auch "schwarze Sau". Während ihren ballkünstelnden Platzgenossen Ruhm und Ehre, Liebe und Identifikation zuteilwerden, haben sie an der Ekstase und Wucht des Spiels kaum Anteil. Nicht selten verhöhnt und geschmäht, stehen sie am Rand des Platzes. Was sie machen, ist - mindestens für die Hälfte der Fans im Stadion - immer falsch. Zudem ist die Bezahlung minimal: Sechzig Euro verdienen die Unparteiischen beispielsweise pro Match in der obersten Wiener Spielklasse, der Stadtliga. Kein Wunder also, dass junge Menschen meist größere Träume haben, als Fußballschiedsrichter zu werden.

Fritz Stuchlik, Wiener Fifa-Referee, hat die ungeliebte Profession ergriffen. Aus gesundheitlichen Gründen. "Ich hatte Wachstumsprobleme mit dem Knie und konnte kaum Sport machen. Als ich wieder fit war, wurde


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige