"Was soll das?"

Kultur | Albert Kirchengast, Thomas Wolkinger | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

ZEITGESCHICHTE - Er spielte Saxofon mit Charlie Parker, nahm Privatunterricht bei Adorno und komponierte mit John Cage. In den letzten fünfzig Jahren war Hans G Helms immer dort, wo Aufregendes und Neues entstand. Vergangene Woche besuchte er Graz. Ein Gespräch mit dem universalgelehrten Sozialhistoriker und Künstler über den Wert des Wissens, die Folgen der 68er und den kommenden Zeitenwandel.

Seit fünf Jahrzehnten studiert Hans G Helms das Kapital. Er beginnt damit jeden Morgen aufs Neue - mit der Lektüre der Financial Times. Darin, sagt er, stehe das Wichtigste, was man über die Weltwirtschaft wissen müsse. Mit seinem Studium hat Helms, Jahrgang 1932, früh begonnen. Gleich nach dem Krieg, den die Familie mit gefälschten Papieren in Deutschland überlebte, verdingte sich Helms, gerade 13 Jahre alt, als Schwarzmarkthändler, später als Stahlarbeiter in Schweden. Wissen hat sich Helms immer aus erster Hand geholt, hat sich bei Roman Jakobson in den USA über Linguistik informiert,


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