"Das Denkmal ist nicht fertig"

Wolfgang Kühnelt | Kultur | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

GEDENKJAHR - 17 Jahre lang hat Lea Rosh für eine fixe Idee gekämpft. Im Rahmen des Festivals "Psalm" wird die Historikerin in Graz über ihr wichtigstes Projekt, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, sprechen.

Wer den Namen Lea Rosh in eine Internet-Suchmaschine eingibt, wird rasch fündig. In Dutzenden Zeitungsartikeln deutscher Provenienz wird heftig gegen ihre Person polemisiert. Die gelernte Journalistin, die als NDR-Intendantin eine beachtliche Karriere im Medien-Business machte, hat gelernt, selbst mit den wildesten Untergriffen zu leben. Ihr Lebenswerk, das sie gemeinsam mit Mitstreitern wie dem Historiker Eberhard Jäckel erdachte, wurde 2005 in Berlin eröffnet. Auch wenn die Arbeiten an der Gedenkstätte unter dem von Peter Eisenman entworfenen Stelenfeld, wie Rosh im Interview mit dem Falter erklärt, keineswegs abgeschlossen sind. Am Karfreitag ist Rosh Gastrednerin beim Festival "Psalm" (siehe Kasten).

Falter: Frau Rosh, welche Beziehung haben Sie zu Graz?

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