Hindernis- Parcours

Stadtleben | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

BARRIEREFREIHEIT - Abgeflachte Straßenkanten, laut tickende Ampeln und automatische Türen: Dank engagierten Einzelkämpfern für eine barrierefreie Stadt kommen immer wieder Steine ins Rollen. Trotzdem heißt es für behinderte Menschen noch zu oft: Betreten sinnlos. FLORA EDER

Punkt zwölf Uhr mittags im Restaurant des Grazer Kunsthauses: Geschirr und Besteck klappern, Fahrstuhlmusik plätschert, und die unterschiedlichsten Düfte strömen aus der Küche. Wolfgang Temmel kommt vom Eingang um die Ecke und setzt sich an den Tisch direkt am Fenster: "Ich treffe mich am liebsten hier: Es ist gemütlich, und mit dem Rollstuhl kommt man überall hin, die WCs sind groß genug und seit Neuestem gibt es auch einen automatischen Türöffner." Wolfgang Temmel ist Künstler und fährt im Rollstuhl, das Grazer Kunsthaus ist ein Musterbeispiel für das, was man "barrierefrei" nennt: Eingänge, WCs und Höhe der Tische sind rollstuhlgerecht, für Menschen, die nicht gut sehen, gibt es Rillen und Leitlinien


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