Pause am Handymast

Vorwort | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

Seinesgleichen geschieht

Über blutige Köpfe und andere Formen immaterieller Kommunikation.Eine Kolumne fast ohne Politik. armin thurnher

Ich möchte heute nicht über Politik reden. In der Karwoche mache ich das gern so. Nicht dass diesmal die Politik Pause macht. Ich mache Pause. Ich rede von den Medien. Nicht von den Massenmedien, sondern von jenen, die wir selbst bedienen und die uns bedienen, sodass wir nicht mehr wissen, wie wir ihnen auskommen. Wir sind nicht nur die Nation der Suderanten, wir gehören auch zu jenen mit der höchsten Handydichte. Jeder hat mindestens zweieinhalb von diesen Dingern, selbst Leute, die lange Widerstand leisteten, geben zumindest phasenweise auf. Es gibt niemanden mehr ohne, außer sehr alten Menschen.

Kürzlich vergaß ich nach einer Besprechung, mein Handy aufzudrehen. Es blieb von Freitagnachmittag bis Montag früh im Stand-by-Modus, soviel bin ich der Polizei schuldig. Wenn ich ganz abschalte, kann sie meine Bewegungen nicht nachvollziehen. Ich bleibe


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige