Im Namen der Geisel

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

analyse Krisenstäbe, Geheimverhandlungen, Öffentlichkeitsarbeit. Wie agiert ein Staat in Zeiten einer globalen Entführungsindustrie, wenn aus einem seiner Bürger eine Geisel wird?

Wolfgang Ebner, Andrea Kloiber, Bert Nussbaumer. Mindestens drei Österreicher befinden sich bis zu dieser Stunde weltweit in der Geiselhaft von Terroristen. Nussbaumer, von dem vergangene Woche DNA-Spuren auftauchten, war bereits im November 2006 im südlichen Irak verschleppt worden. Die Entführung Ebners und Kloibers fand am 22. Februar 2008 im Süden Tunesiens statt. Sie wurde erst vergangenen Montag durch ein von Al-Jazeera ausgestrahltes Tonband der Geiselnehmer publik.

Seither geht es Schlag auf Schlag. Täglich tauchen neue Aufenthaltsorte, Geiselfotos und Ultimaten auf. Montagabend wurde von den Entführern Sonntag Mitternacht als neue Galgenfrist verkündet. Quasi in Echtzeit kann der interessierte Österreicher die Wendungen im Fall verfolgen. Aber der Schein trügt. Hinter den Kulissen der Medienrealität


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