Von Gott ... und Transdanubien

Politik | Joseph Gepp | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

KIRCHE - Der gelernte Schlosser Johann Randa leitet die kleine Herz-Jesu- Kirche in Stadlau. Drei Tage im Leben eines Wiener Vorstadtpfarrers.

Die Erfolge der Kirche passieren im Kleinen. Johann Randa wirkt mächtig angesichts der Horde quirliger Siebenjähriger, die sich ihm gegenüber auf einer Kirchenbank ausgebreitet hat. "So, liebe Kinder", beginnt er. Die Vokale zieht er in die Länge, die Worte spricht er langsam, lädt sie auf mit Emotionen - nach Güte und Vertrauenswürdigkeit sollen sie klingen. Die Kinder richten die Blicke nach oben. Sie sind in dem Alter, in dem man noch gespannt zuhört. Sie sollen am heutigen Mittwoch zum ersten Mal das Sakrament der Beichte empfangen. "Es geht nicht so sehr darum, dass ihr mir eure Sünden erzählt", sagt Pater Randa. "Es geht darum, dass Gott euch liebt. Und dass er für euch da ist." Und dann: "Also: Wer traut sich?" Sieben Hände schießen gleichzeitig und pfeilschnell in die Höhe. Randa scheint von der Durchschlagskraft seines Appells


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