Rätselhafte Zukunft

Ingrid Brodnig | Medien | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

Konsum - Werbung am Handy? Noch assoziieren die meisten Konsumenten damit gerade einmal nervige Gewinnspiel-SMS. Doch die Werbebranche hat schon ganz andere Ideen.

Für das bloße Auge sehen sie aus wie ein Labyrinth aus Pixeln. Für unsere Handys sind sie aber geballte Information. Die sogenannten 2D-Codes sind eine Weiterentwicklung der Strichcodes, die wir von der Supermarktkassa kennen. Im Gegensatz zu ihren eindimensionalen Vorgängern können die Bilder aber wesentlich mehr Information speichern - nämlich gut 3000 Zeichen pro Symbol, das sind fast 500 Wörter.

Was ausschaut wie eine Geheimsprache, wird aber längst in der Praxis verwendet. Die deutsche Post nutzt 2D-Codes als digitale Briefmarke, der Mobilfunkanbieter "3" versendet sie als digitale Konzerttickets aufs Handy. Und drei von vier Japanern haben die Technik bereits per Handy genutzt. In asiatischen Zeitungen werden Anzeigen nämlich oft mit einem 2D-Code versehen: Wer sich für das Produkt interessiert, macht mit seiner

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