Ganz der Zappa

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

Musik - Martin Philadelphy ist ein Hans Dampf in allen quertönenden Gassen. Jetzt hat der rastlose Tiroler Gitarrist und Lebenskünstler Gedichte des deutschen Satirikers Robert Gernhardt vertont.

Martin Philadelphy sitzt im Café und trägt einen Lendenschurz aus Hirschleder. Er verwendet das unkonventionelle Kleidungsstück, weil er selbst bei jeder Witterung mit dem Rad unterwegs ist. Gleichzeitig ist es auch eine Erinnerung an jene Zeit, als der heute 36-jährige Musiker einsiedlerisch im tiefsten Tiroler Wald wohnte und in einer Ganzkörpermontur aus Hirschleder herumgelaufen ist. "Die hatte ich auch bei meinem ersten ORF-Interview noch an", sagt er und lacht.

Unauffälliger Durchschnittstyp ist Martin Philadelphy keiner, aber das verdeutlicht bereits sein umfangreiches künstlerisches Schaffen, das mit Projekten wie "Paint", "6to6 String Dezibel" oder "Philadelphy - Martinek" lose zwischen den Polen Artrock, Improvisation, Schräglagenjazz und Avantgardepop oszilliert und sich dabei


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