Zu früh vom Fließband

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

KUNST - Zwischen Alltag und Abstraktion: In der Secession setzt sich der Künstler Werner Feiersinger mit den produktiven Unschärfen der Moderne auseinander.

Wie ein Spielplatz im Vorfrühling oder ein verschlampter Garten kommt Werner Feiersingers aktuelle Ausstellung daher. Seine massiven Skulpturen liegen in der Secession wie lose verstreutes Zeug. Hier eine Schaufel, dort ein Blumenkübel; von der Schaukel wurden zwar vorsorglich die Sitze abgehängt, aber die Leiter lehnt vernachlässigt herum. Hinzu kommen Absperrungen, die an den öffentlichen Raum denken lassen. Ein hoher schwarzer Metallzaun wirkt wie die Vergrößerung einer der Barrieren, die in Wien Bäume vor Hundepisse schützen sollen. Ein anderes Gestell gleicht den mobilen Blockaden, die in der U-Bahn bei der Wartung von Rolltreppen aufgestellt werden.

"Sieht so aus wie": Selbst der gelehrteste Katalogtext über Feiersingers Skulpturen kann sich des Vergleichs mit Alltagsobjekten nicht erwehren. Jeden Betrachter zieht der


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