Kritik kurz

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

Schnecke, Vogel, Katze und Qualle - Einen Rundgang durch Berliner Ateliers, quasi Ostereiersuchen in Europas Stadt mit der höchsten Künstlerdichte, hat Karin Handlbauer unternommen. Ihre Funde stellt sie nun in zwei Tranchen vor. Auch grundsätzlich tut sich in der Galerie Mezzanin viel: Der Eingang wurde in die Gasse hinein verlegt, sodass die Ausstellungsfläche nun einen interessanten, sechseckigen Grundriss aufweist. Ob man die Tiere im Ausstellungstitel den gezeigten Künstlerinnen und Künstlern zuordnen soll, bleibt der Fantasie des Betrachters überlassen. Kerstin Cmelka reproduziert Fotos aus Filmbüchern in Schwarzweiß, so aufgeblasen ganz schick. Abgedreht gibt sich Wolfgang Breuer, der eine Neonröhre an der Decke zum Rotieren bringt und sich dem Innenleben von englischen Teekuchen widmet. Wie ist der Tag im Studio lang, wenn einem nichts einfällt: Tom Humphreys reibt dann schon mal Druckerpatronen über die Käseraspel, was dekorative Farbspritzer ergibt. Nur Kim Nekarda malt brav, zum Beispiel bunte Vasen. Der zweite Schub frisches Berlin folgt ab 1. April. Bis 29.3. in der Galerie Mezzanin.


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